ich freue mich, Sie heute Abend zur Eröffnung der Ausstellung „Ernst-Martin Heel“ begrüßen zu dürfen. In den nächsten Momenten lade ich Sie ein, seine künstlerische Geschichte und seine Werke kennenzulernen – ich verspreche Ihnen, es ist spannend und inspirierend!
Ernst-Martin Heel ist ein Künstler, der seit über vier Jahrzehnten die Grenzen der Malerei erkundet und dabei tief in die Theorie und Praxis der abstrakten Kunst eingetaucht ist.
ich begrüße Sie zur Vernissage des deutschen Künstlers Ernst Martin Heel in der Galerie Barkhaus, die sich bisher als Anwaltskanzlei getarnt hat. Dankenswerterweise traut man mir zu, ein paar Worte über diese wundervolle Ausstellung zu sprechen. Ich mache das sehr gerne, möchte Ihnen aber zuvor etwas wichtiges sagen.
Die wichtigsten Worte, die ich Ihnen nämlich mitgeben kann, sind, dass Sie alle daran denken sollten, was vor ca. 220 Jahren einer der größten Söhne dieser Stadt gesagt hat:
ich begrüße Sie alle herzlich zu der Ausstellungseröffnung Ernst Martin Heel. Bilder 2020 -2023. Wir zeigen Ihnen heute die neuesten Bilder des Künstlers, die in den letzten Jahren entstanden sind. Viele unter Ihnen wissen aber, dass Ernst Martin Heels Beschäftigung mit der Kunst bereits sehr viel früher begangen hat.
Geboren wurde er 1950 in Bonn. Angeregt durch die kulturellen Einflüsse der 60er Jahre setzt er sich bei seinem Studium der Germanistik und Geschichte auch intensiv mit den Ausdrucksformen und Theorien moderner bildender Kunst auseinander.
Insbesondere die Entwicklung des deutschen Informell, eine Kunstrichtung, die mehr eine Haltung als ein Stil ist und sich als Ausdruck der Freiheit und Authentizität entfaltete, beeinflusste ihn nachhaltig bei der inhaltlichen und formalen Entwicklung seiner Malerei, welche er inzwischen seit fast 50 Jahren mit Leib und Seele betreibt.
vor einem Jahr lud Ernst-Martin Heel uns hier ein, in seinen Werken durch äußere und innere Räume zu reisen, heute fordert er uns auf, mit ihm die Unendlichkeit zu erkunden.
Wie gelingt es dem Künstler, die Entgrenzung zu fassen, wie sie im Rahmen beschränkter Maße und Materie zur Erscheinung zu bringen?
Bei unseren Begegnungen mit den ästhetischen Welten dieser Ausstellung nehmen wir das Wort von seinem griechischen Ursprung her als wahrnehmen wahr und machen uns mit allen Fähigkeiten unseres sinnlichen Spürens, unseres Fühlens und Denkens auf den Weg durch die Galerie.
Ich habe die Reden und Kommentare zu den Bildern auf der Homepage aufgerufen. Nun gibt es so viele Interpretationen wie es Menschen gibt, die diese Bilder betrachten.
Für mich sind die Bilder weder rätselhaft noch ungewöhnlich. Die Farben nie bunt oder kunterbunt – sondern klassisch analog und komplementär, halten die Explosion der Formen in Schach. Sie sorgen dafür, dass bei aller Unruhe und Diversität des Aufbaus eine überschaubare Ordnung bleibt.
„Infinity – Unendlichkeit“ ist der Titel der Ausstellung, die am Wochenende in der Schwarzbach-Galerie eröffnet wurde. Zahlreiche Besucher begaben sich durch die weitläufigen Räume der Galerie, um in den Werken des Bonner Künstlers Ernst-Martin Heel die Unendlichkeit zu erkunden.
Mit seiner Ausstellung fordert Ernst-Martin Heel uns auf, durch den Raum seiner Bilder zu reisen und damit die Vielfalt der Räume um und in uns zu erkunden. Die expressive Malerei des Künstlers entwirft in den zahlreichen Durchblicken der Galerie aus verschiedenen Entfernungen und Perspektiven stets neue Reize, denen wir von oben nach unten nachgehen.
In einer frühen Arbeit aus dem Beginn der 1990er Jahre steigen wir über das metallene Gestänge einer Leiter durch eine von Fensterspiegelungen sparsam akzentuierte Dunkelheit geradewegs in den Himmel, ohne dass der „Stairway to heaven“ uns eine Vorstellung geben, wie es dort sein könnte.
[…] Über Kunst komponieren oder nach Musik malen? Das klingt nach einer schier unmöglichen Herausforderung! Markus Schönewolf, Komponist aus Kürten, und Ernst-Martin Heel, bildender Künstler aus Bonn, schätzen offenbar das Spiel mit Medienbrüchen und machen mit ihrem musikalischen Kunst-Zyklus „Lieder in Bildern“ das Unmögliche möglich.
Die Besucher in unserer KULTURKIRCHE OST, die sich auf dieses Experiment einließen, erlebten einen unvergesslichen Konzert- und Ausstellungsabend.
Die vielschichtige Polyphonie ist das tragende Element von Schönewolfs Musik und interessanterweise auch die offenkundigste Parallele zu Heels Bildern. Wo die Musik in fließende Läufe Piouretten setzt, sieht der Betrachter bei Heel Wirbel und Strudel im blauen Fluss. Da also begegnen sich, wie Theresa Nelles es in ihren einführenden Worten vorweg nahm, tatsächlich “Komposition und Malerei in künstlerischer Harmonie”.
Das synästhetische Projekt „Lieder in Bildern“ mit den Bildern von Ernst Martin Heel und Texten und Musik von Markus Schönewolf fügte sich nahezu perfekt in die ungewöhnlichen Räumlichkeiten ein. Im ganzen Bahnhofsgebäude verteilten sich die großflächigen Bilder Heels und ließen das Interieur zu einer Galerie werden.
Zusammen mit Maler Heel verband der Komponist [Markus Schönewolf] die Musik mit expressiven, hochformatigen Malereien. […] Als Zhou die ersten wellen- und windförmigen Melodielinien auf der Harfe spielt, schwebt der Klang durch den ganzen Saal des Kulturzentrums. Die Musik ist fließend, anders als das Klavier hat das Harfenspiel nichts Perkussives.
Die Bilder Heels im Hintergrund verleihen den Textzeilen visuell Ausdruck – philosophisch hintergründig und Raum für eigene Gedanken lassend.
Die Klangfarbe [der Lieder] ist expressionistisch, und so sind auch die Bilder,
die der Bonner Künstler Ernst-Martin Heel zur Komposition hinzugesetzt hat. Den
Charakter eines Gesamtkunstwerks haben Schönewolf und Heel verfolgt: Musik,
Gedicht und Kunst. Alles ist miteinander verwoben.
[…]
Die vier großformatigen Kunstwerke Heels, im Kirchenraum aufgestellt,
korrespondierten mit Schönewolfs Klangfarben, hier eine Explosion der Farben,
dort Takte, die klanggewaltig den Kirchenraum füllten.
Rede Dan XU, Kunsthistorikerin , Organisatorin der China Ausstellung 2015, Eröffnung der Einzelausstellung im Dorinth Hotel, Köln Heumarkt
Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Ernst-Martin,
„Alles fließt über die Oberfläche des Bildes, zusammengehalten durch einen starken, alles durchströmenden Rhythmus.“
Mit diesem Zitat des britischen Kunstkritikers John Anthony Thwaites aus dem Jahre 1957 begrüße ich Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Ernst Martin Heel – Bilder 2000-2014“.
Wie der Titel bereits verrät, zeigen wir Ihnen Malerei des Künstlers Ernst Martin Heel aus den letzten 15 Jahren. Doch die Beschäftigung mit der Kunst begann für ihn bereits viel früher.
Rede Karla Schlaepfer, MA Berkeley USA, 2010 zur Eröffnung der Einzelausstellung in der Meys Halle in Hennef, 2010
Dieses Wechselspiel zwischen Gezeigtem und Verborgenem, zwischen Andeutung und Analyse, dieses Wechselspiel ist eines der signifikanten Kriterien, die gute Kunst ausmacht. Ernst-Martin Heel handhabt dieses Wechselspiel mit großem Können und viel Enthusiasmus.
… Es ging Heel von Anfang an um die Erarbeitung von etwas Wesentlichem. Die Suche nach geeigneten gestischen Ausdrucksformen in seiner eigenen Bildsprache hat ihn früh beschäftigt. Seine Themen weisen heute eine große Bannbreite auf. Er beschäftigt sich mit Form, Linie, Farbe, Materie, Zerstörung, Raum und Natur. Farbe spielt bei Ernst-Martin Heel eine ganz besondere Rolle, hauptsächlich der Farbenbereich Blau, Prussian Blue; und seine Abstufungen. Blau ist die Farbe der unbegrenzten Dimensionen, die Farbe der Urnaturelemente: Himmel und Wasser …
Rede Dr. Carl Körner, Kulturzentrum der Stadt Bonn-Hardtberg, 2002
Seit mehr als 30 Jahren lässt die Farbe Ernst-Martin Heel nicht mehr los. Seit mehr als 30 Jahren drängt ihn sein künstlerisches Grundempfinden zur Gestaltung. Es ist dies im wahrsten Sinne Malerei als Lebensaufgabe. Es ist dann nicht verwunderlich, wenn sich über einen solch langen Zeitraum eine entsprechende künstlerische Entwicklung nachweisen lässt.Von der mehr kompakten, plastisch erscheinenden Form lässt sich ein allmählicher Übergang zur flächig orientierten Bildorganisation nachvollziehen. Die sehr dynamische Handschrift – die Faktur des Künstlers – ist überall nachzuvollziehen und lädt geradezu ein, der einzelnen Arbeitsspur nachzugehen und die eben genannten Verschmelzungen vor Ort zu erleben, die Überlagerungen zu entdecken, deren räumlicher Wirkung nachzuspüren und die durch Bearbeitung entstandenen faszinierenden Strukturen im Bild nicht nur zu sehen, sondern wirklich wahrzunehmen und das heißt unter anderem auch, sich den Empfindungsqualitäten der in längeren Prozessen entstandenen Bilder von Ernst-Martin Heel zu öffnen.